FIZE Dialoge

Ideen. Erfahrungen. Perspektiven

Wir verbinden Menschen, Institutionen und Ideen, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.

FIZE Dialoge

Ideen. Erfahrungen. Perspektiven

Zusammenarbeit beginnt mit dem Gespräch. Neue Ideen entstehen dort, wo Menschen unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen miteinander teilen. Genau hierfür schaffen wir mit den FIZE Dialogen Raum.

 

FIZE Dialoge sind unsere Plattform für Austausch, Wissenstransfer und gemeinsame Reflexion. Wir möchten Menschen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch bringen – regional, national und international.

 

Dabei geht es nicht nur um große globale Themen. Viele Herausforderungen beginnen vor der eigenen Haustür. Deshalb verstehen wir die FIZE Dialoge zugleich als unser regionales Standbein. Wir möchten aktuelle Entwicklungen, gesellschaftliche Fragen und internationale Perspektiven in die Region tragen und gleichzeitig regionale Erfahrungen in größere Zusammenhänge einordnen.

 

Geplant sind Vortragsabende, Gesprächsformate, Fachdialoge und thematische Veranstaltungen zu den Arbeitsfeldern von FIZE. Darüber hinaus möchten wir in den kommenden Monaten einen regelmäßigen Breakfast Club etablieren. In lockerer Atmosphäre sollen dort aktuelle Themen aus Gesellschaft, Bildung, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und internationaler Zusammenarbeit diskutiert werden – offen, interdisziplinär und auf Augenhöhe.

 

Auf dieser Seite finden Sie Ankündigungen kommender Veranstaltungen, Berichte aus unseren Projekten sowie Impulse und Perspektiven aus unseren fachlichen Diskussionen.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Menschen, die bereit sind, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Dialoge & Perspektiven

Aus unseren Projekten

Am Anfang steht selten die Lösung

 

Große Herausforderungen wirken oft überraschend einfach – zumindest aus der Distanz. Wer sich jedoch ernsthaft mit Themen wie Wiederaufbau, Fachkräftesicherung, Bildung, Migration oder gesellschaftlicher Entwicklung beschäftigt, erkennt schnell, wie komplex die Zusammenhänge dahinter sind. Viele dieser Themen lassen sich nicht isoliert betrachten. Sie greifen ineinander und beeinflussen sich auf vielfältige Weise gegenseitig.

 

Auch der Weg zur Initiative MICT UA begann nicht mit einem fertigen Konzept. Am Anfang stand vielmehr eine Frage: Wie können junge Ukrainerinnen und Ukrainer, die seit mehreren Jahren im Ausland leben, langfristig mit der Zukunft ihres Heimatlandes verbunden bleiben?

Je intensiver wir uns mit dieser Frage beschäftigten, desto deutlicher wurde, wie viele unterschiedliche Perspektiven und Akteure dabei eine Rolle spielen. Universitäten, Unternehmen, Verwaltungen, internationale Partner und vor allem die jungen Menschen selbst betrachten dieselbe Herausforderung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die erste Aufgabe bestand daher nicht darin, sofort Lösungen zu entwickeln, sondern Zusammenhänge zu verstehen, Erfahrungen auszuwerten und Struktur in ein komplexes Themenfeld zu bringen.

 

 

In dieser Phase erwies sich die Beschäftigung mit bestehenden Modellen als besonders wertvoll. Einen wichtigen Impuls lieferte dabei das von Prof. Dr. Matthias Schenkel und seinem Team entwickelte Programm StartDual.international der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe. Das Programm verbindet Sprachförderung, praktische Tätigkeit, Bildungswege und organisatorische Begleitung zu einem integrierten Gesamtansatz für internationale Nachwuchskräfte.

Die Auseinandersetzung mit diesem Modell führte zu einer entscheidenden Frage: Welche Elemente eines erfolgreichen Integrationsprogramms lassen sich auf die Herausforderungen der Ukraine übertragen? Nicht als direkte Kopie, sondern als strukturelle Inspiration.

 

Schritt für Schritt entstand daraus die Idee, die Grundlogik umzudrehen. Statt junge Menschen auf ihrem Weg nach Deutschland zu begleiten, rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie junge Ukrainerinnen und Ukrainer nach Jahren im Ausland wieder schrittweise an ihr Heimatland herangeführt werden können. Wie lassen sich Sprache, kulturelle Identität, berufliche Perspektiven und gesellschaftliche Integration so miteinander verbinden, dass Rückkehr zu einer realistischen und attraktiven Zukunftsoption wird?

 

Gerade diese Such- und Lernphase wird häufig unterschätzt. Bevor Projekte entstehen können, müssen Informationen gesammelt, bestehende Erfahrungen analysiert und unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden. Oft ist bereits die Orientierung innerhalb eines komplexen Themenfeldes ein wichtiger Fortschritt.

 

MICT UA ist das Ergebnis eines solchen Entwicklungsprozesses. Die Initiative versteht sich nicht als fertige Antwort auf alle Fragen. Vielmehr ist sie ein strukturierter Ansatz, der gemeinsam mit Partnern weiterentwickelt werden soll. Nachhaltige Lösungen entstehen selten im Alleingang. Sie entstehen dort, wo Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven miteinander in den Dialog treten.